OCD, HD – wo tut's weh?

OCD, HD – wo tut's weh?

(c) Melanie Möstl

Beim jungen Hund gibt es eine Reihe von Erkrankungen des Bewegungsapparates, die auf einer Störung in der Entwicklung der Knochen und Gelenke beruhen.

Die mit Abstand bekannteste unter ihnen ist die HD, die Hüftgelenksdysplasie, die meist bei großen Hunden auftritt. Die Anlage zu HD wird vererbt, die Krankheit entwickelt sich jedoch erst während der Wachstumsperiode.

Osteochondrosen
sind degenerative Veränderungen von Gelenkknorpel und dem darunterliegendem Knochen. Zu ihnen gehören u.a. die OCD (Osteochondrosis dissecans), von der am häufisten Schulter-, Ellbogen-, Sprung- und Kniegelenk betroffen sind, und die ED (Ellbogendyplasie).

Beim wachsenden Hund ebenfalls häufig ist die Panositis. Hier kommt es – vermutlich durch eine übermäßige Kalziumfütterung bei insgesamt raschen Wachstum – zu einer Minderdurchblutung und dadurch zu Entzündungen im Knochen.

Die Entstehung dieser Erkrankungen ist meist multifaktoriell. Neben Vererbung und der körperlichen Belastung spielt v.a die Ernährung eine wichtige Rolle. Daher muss v.a bei großen Hunden auf ein kontrolliertes Wachstum und eine optimale Kalziumzufuhr geachtet werden. Die Zufütterung von Chondrotinsulfat und Glukosamin unterstützt den Gelenkknorpel zusätzlich.

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