Scheinträchtigkeit bei der Hündin

Scheinträchtigkeit bei der Hündin

Scheinträchtigkeit, lateinisch Pseudogravidität, ist ein Phänomen, dass bei verschiedenen Tierarten gelegentlich vorkommt. Bei der Hündin ist es jedoch der „Normalfall“.

Nach der Läufigkeit verhalten sich auch nicht gedeckte Hündinnen als wären sie trächtig. Dieser Vorgang ist bei Hündinnen natürlich, man spricht von Scheinträchtigkeit. Als Ursache wird angenommen, dass scheinträchtige Hündinnen im Wolfsrudel eine Art Ammenfunktion hatten.

Scheinträchtigkeit ist also ein Syndrom, das 4-9 Wochen nach der Läufigkeit auftritt. Einerseits kommt es zum Anschwellen der Milchleisten bis hin zur Milchsekretion (Lactiatio sine gravidate), andrerseits zu verändertem Verhalten. Hier sehen wir Unruhe und Nervosität genauso wie
verminderete Lebhaftigkeit. Manche Hündinnen beginnen mit Nestbau, verteidigen Spielsachen und können aggressiv gegen Besitzer und andere Hunde reagieren.

Leichte Formen von Scheinträchtigkeit bedürfen keiner Behandlung. Hier reicht es meist die Hündinnen abzulenken und Spielsachen zu verräumen. Bei aggressivem Verhalten, starker Milchproduktion oder Teilnahmslosigkeit ist eine Behandlung notwendig.

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