Zwingerhusten

Zwingerhusten

(c) Ina Egger

Zwingerhusten , auch Virushusten genannt, ist die landläufige Bezeichnung für eine infektiöse Erkrankung der Atemwege. Der Mediziner spricht auch von Infektiösem Tracheobronchitis – Komplex.

Ursache dieser Erkrankung sind meist Viren, gelegentlich auch das Bakterium Bordatella bronchiseptica. Diese Erreger schädigen die lokale Abwehr der Lunge, wodurch sich verschiedene bakterielle Erreger ausbreiten können. Die Ansteckung erfolgt fast immer durch Tröpfcheninfektion, daher besonders leicht an Orten, an denen viele Hunde zusammenkommen, wie z.B. Ausstellungen, die Hundewiese, Tierheime oder Hundezuchten.

Die Stärke des Ausbruches hängt stark von der Resistenzsituation des Hundes ab. In milden Fällen fällt vor allem der typische bellende Husten auf, außerdem kann Nasenausfluss bestehen. Stresssituationen (Besitzerwechsel, andere Erkrankungen, lange Transporte,...) verschlimmern das Krankheitsbild. Der Husten ist dann feucht, die Hunde zeigen Fieber, fressen nicht und es kann sich eine Lungenentzündung ausbilden.

Vorbeugend sollte gegen Zwingerhusten geimpft werden. Die Schutzimpfung deckt die wichtigsten der vielen in Frage kommenden Erreger ab, das sind das Canine Adenovirus 2 und das Parainfluezavirus. Für gefährdete Hunde ist auch eine Impfung gegen Bordatella bronchiseptica auf dem Markt. Zweimalige Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischungen sind hier nötig.

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