Diabetes bei Kater

Hallo,
ich habe seit vier Jahren einen alten Tierheimkater (jetzt ca. 19 Jahre alt), er war anfangs ein richtiger Wildfang. Inzwischen lässt er sich sogar angreifen, aber nur wenn es ihm passt. Aufheben oder in eine Tranportkiste verfrachten lässt er sich leider nicht.
In den letzten Wochen hat sich sein Zustand verschlechtert, seine Pupillen sind getrübt und er bewegt sich nur noch auf bekanntem Terrain, läuft in Hindernisse, tastet sich an den Wänden entlang, bis er sich wieder orientieren kann.
Zusätzlich habe ich den Verdacht das er Diabetes hat (vermehrte Wasseraufnahme, vermehrter Urinabsatz, Gewichtsverlust, struppiges Fell, gesteigerter Appetit, Schwäche der vorderen und hinteren Gliedmaßen, bleibt oft mit seinen vorderen Krallen in seiner Decke hängen und kann sich selbst nur schwer befreien, wankender Gang, plantigrades Gangbild).
Er macht nicht den Eindruck Schmerzen zu haben. Eine Blutabnahme, Medikamentenverabreichung ist durch seine scheue, kratzbürstige Art kaum möglich.
Meine Frage ist nun, wie könnte man ihm helfen? Wie hoch ist seine Lebenserwartung in diesem Zustand noch? Ab wann sollte man ans Einschläfern denken?

Bild des Benutzers Anna

Schwer kranker Kater

Unkooperative Patienten sind immer wieder ein Problem. Trotzdem ist eine Ferndiagnose nicht möglich. Die von Ihnen beschriebenen Symptome können von verschiedenen Erkrankungen stammen. Diabetes wäre z.B. auch mittels Harnuntersuchung nachzuweisen. Hier sind spezielle Probensets möglich, mittels derer man zu Hause relativ einfach Harn gewinnen kann.

Tierärztin Mag.med.vet. Anna Entner
8111 Judendorf-Straßengel bei Graz

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